Auch in 2026 stehen zahlreiche Aktivitäten und Veranstaltungen auf dem Programm.

Ein wichtiger Programmpunkt des aktuellen Vereinstreffens und der Mitgliederversammlung des Forums für Parkinson und Bewegungsstörungen e. V. in der Gaststätte Börger, Steinfurt-Borghorst, waren die Vorstandswahlen. Interessenten für das Amt des 1. Vorsitzenden und 2. Stellvertreters konnten nicht gefunden werden.

Zum 1. stellvertretenden Vorsitzenden wählte die Versammlung Michael Bartsch, als Stellvertretenden Kassierer Ulrich Meier, Schriftführer wurde Hagen Libeau. Weiter im Amt bleiben Kassiererin Heike Alteepping und Pressewartin Margret Hartwig, ihre Positionen standen noch nicht zur Wahl. Hildegard Post-Döring ist neue Kassenprüferin. Die Bemühungen um einen 1. Vorsitzenden / neue Vorsitzende gehen weiter. Der 1. Stellvertretende Bürgermeister Frank Brinkhaus fand anerkennende Worte für das ehrenamtliche Engagement des Vereinsvorstandes: „In dieser qualifizierten Selbsthilfeeinrichtung wird wertvolle Arbeit geleistet“. Er ermutigte, weiterhin die Anliegen der Betroffenen bei Ärzten und Institutionen engagiert vorzutragen und so die Verbesserung der Lebensqualität zu erreichen.

Michael Bartsch moderierte die Versammlung und wies bereits jetzt auf die Patientenveranstaltung „Parkinson in Bewegung“ am 9. September in Münster hin. Veranstalter ist die Klinik für Neurologie, Veranstaltungsort ist die Mensa am Ring. Anmeldungen sind bis zum 26. August erforderlich und werden von Heinz Trindeitmar entgegengenommen. Weitere Informationen enthält die Veranstaltungsübersicht für das laufende Jahr auf der Homepage des Forums.

Den Vortrag „Vom Hilfsmittelversorger zum Gesundheitsnetzwerker – Das Versorgernetzwerk von M+L als Modell für ganzheitliche Versorgung“ hielt Wiebke Wiegerink vom Sanitätshaus M+L in Ochtrup. Der Versorger, der diverse Alltagshilfen, Gehhilfen, Badhilfen und Ähnliches für Parkinson-Erkrankte und Menschen mit Bewegungsstörungen im Programm hat, versteht sich mit Netzwerkpartnern als Rundumversorger. Somit soll größtmögliche Lebensqualität erhalten bleiben. Im Gepäck hatte die Fachfrau einen Rollator mit speziellem Bremssystem, das möglichen Stürzen vorbeugt. Ebenso zeigte sie einen Löffel, der präzisere Bewegungen ermöglicht. „Zielgerichtete Bewegungen sind für Tremor-Patienten beim Essen auf Grund des Zitterns nur sehr schwer oder gar nicht möglich“, so Wiebke Wiegerink. Der „Tremor-Löffel“ wirkt ausgleichend und lässt zu, feste und flüssige Nahrung sicher zum Mund zu führen. Auch gerätebasierende Bewegungstherapie mit „MOTOmed“ war ein Thema.

Wiebke Wiegerink wies auf das starke Versorgungsnetzwerk mit der Schuhorthopädie Kramer in Gronau sowie dem Ärztebedarf Scharf in Darfeld hin. „Außerdem sind die Netzwerkpartner Heiden und Dömer in Ochtrup sowie Gronau in unseren Hilfsmittelversorgungszentren zu finden, die die orthopädische Versorgung übernehmen“, so die Expertin. „Uns ist es wichtig, unsere Kunden ganzheitlich versorgt zu wissen.“ Das Sanitätshaus M+L arbeitet eng mit den oben genannten Netzwerkpartnern zusammen. Das bedeutet eine eng abgestimmte Versorgung mit kurzen Wegen, persönlichen Ansprechpartnern sowie maßgeschneiderten Lösungen statt Standardversorgung.

Michael Bartsch informierte in seinem Rückblick über die zahlreichen Aktivitäten und Veranstaltungen des Forums im vergangenen Jahr. Darunter waren aufschlussreiche Fachvorträge, unter anderem vom DRK-

Frank Brinkhaus, Steinfurts 1. Stellvertretender Bürgermeister, sprach ein Grußwort.

Wiebke Wiegerink vom Sanitätshaus M+L in Ochtrup hielt einen Vortrag und demonstrierte einen Parkinson-Rollator.

von links: Frank Brinkhaus (Stellvertretender Bürgermeister Steinfurt). Hagen Libeau (Schriftführer). Wiebke Wiegerink (Referentin) und Michael Bartsch (1. Stellvertretender Vorsitzender).

Ein aufmerksames Publikum war den Vortragenden sicher.

Kreisverband Steinfurt und dem Therapiezentrum Steinfurt. Auch die Umbenennung des Forums, um sich noch weiter zu öffnen, fiel in das Jahr 2025. Fahrten wurden unternommen zum Hiltruper Parkinsontag, zur VAMED-Rehaklinik Berleburg, zur Neurologischen Klinik Sorpesee und dem Franz-Hospital Dülmen. Veranstaltungen in diesem Jahr können dem Kalender auf der Homepage entnommen werden.

Reiner Krauße und Hagen Libeau nahmen an Kongressen teil. „Das Forum ist aktiv für seine Mitglieder tätig“, resümierte Michael Bartsch. Es hat den Status einer qualifizierten Selbsthilfeeinrichtung und genießt hohes Ansehen innerhalb der Ärzteschaft.

(Text und Fotos: Rainer Nix)